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Netzwerkjahrestagung 2015

14. ZIM-Netzwerkjahrestagung "Intelligente Vernetzung - Chancen für den Mittelstand"

14. ZIM-Netzwerkjahrestagung-StS Ires Gleicke Eröffnung der 14. ZIM-Netzwerk-jahrestagung durch Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie                © VDI/VDE-IT

Am 9. Dezember 2015 fand die 14. ZIM-Netz-werkjahrestagung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. Sie stand in diesem Jahr unter dem Thema "Intelligente Vernetzung - Chancen für den Mittelstand". Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus sowie für die neuen Bundes-länder begrüßte die Teilnehmenden: "Die Digita-lisierung verschärft den Wettbewerbsdruck: Heute entscheidet sich, wer die smarten Produktionsanlagen, Plattformen und Dienst-leistungen schafft, in denen die Wertschöpfung der Zukunft entsteht. Wer da nicht mitzieht, wird morgen nicht mehr dabei sein. Die beste Antwort auf diesen Wettbewerbsdruck sind Innovationen. Mit dem ZIM unterstützen wir die Innovationskraft insbesondere in unseren mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft sind."

 

Keynote von Prof. W. Nebel Keynote: Prof. Wolfgang Nebel, Vorstandsvorsitzender des OFFIS - Institut für Informatik                 © VDI/VDE-IT

Professor Nebel vom OFFIS - Institut für Informatik zeigte in seiner  Keynote  "Netzwerke schaden nur dem, der sie nicht hat" den enomen Wandel der Digitalisierung und wie er alle soziale, wirtschaftliche und politische Bereiche durchdringt. Die Digitalisierung bringt Chancen für ganz neue Geschäftsmodelle; sie entstehen sehr schnell und basieren zunehmend auf Daten und Vernetzung. Eine zentrale Rolle spielen technische wie auch menschliche und organisatorische Netzwerke. Genauso wie die Geschäftsmodelle selber auf Vertrauen, Effizienz und Netzwerke bestehen, sollten auch die Innovationsprozesse diesem Modell folgen: schnell, flexibel, effizient und auf Vertrauen basierend. Vertraute Netzwerke mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft helfen hier.

 

Stefan Schnorr-BMWiStefan Schnorr-BMWi Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im BMWi, © VDI/VDE-IT

Der Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im BMWi, Stefan Schnorr, betonte die Bedeutung von Digitalisierung und Industrie 4.0. und stellte vor, wie die Bundesregierung z. B. mittels ihrer Digitalen Agenda mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, die Chancen des digitalen Wandels für sich zu nutzen.

Im Anschluss diskutierten die Podiumsteilnehmer über die besonderen Herausforderungen von Digitalisierung und Vernetzung und welche Rolle hier die ZIM-Kooperationsnetzwerke einnehmen. Auch die Gäste im Saal beteiligten sich rege an der Diskussion.

14. ZIM-Netzwerkjahrestagung-Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion: C. Heidecke (BMWi); Prof. W. Nebel (OFFIS); Prof. S. Jeschke (RWTH Aachen University); B. Schulz (TelcoTech GmbH), Ines Peters (DResearch Digital Media Systems GmbH); Dr. R. Steinhagen (CIM-Innovations- und Technologie gGmbH); Prof. B. Bauer (Universität Augsburg) und Moderator S. Hingst (rbb); (von links nach rechts) © VDI/VDE-IT

Neben technischen Aspekten (z.B. Mensch-Maschine-Schnittstelle, Breitband, Datenschutz und -sicherheit) spielen auch emotionale Aspekte wie Vertrauen in Information und Geschäftspartner eine wichtige Rolle. Der Zusammenschluss im Netzwerk erleichtert den KMU die Zusammenarbeit untereinander und mit Forschungseinrichtungen und eröffnet so die Möglichkeit, schneller neue Märkte durch innovative Produkte zu erschließen.

 

Dr. Ole Janssen-BMWi Dr. Ole Janssen, Leiter der Unterabteilung Innovations- und Technologiepolitik im BMWi         © VDI/VDE-IT

Am Nachmittag stellte Herr Dr. Ole Janssen, Leiter der Unterabteilung Innovations- und Technologiepolitik im BMWi, in seinem Vortrag "Von der Idee zum Markterfolg" die technologieoffenen  Innovationsprogramme des BMWi für den Mittelstand vor.

Im Anschluss präsentierten erfahrene Netzwerkmanagerinnen und -manager die Resultate ihrer Netzwerkarbeit und berichteten über die verschiedenen Facetten der Digitalisierung und wie sie in der Praxis bereits in KMU Einzug hält.

 

 

Jürgen Wengel-BMBF Jürgen Wengel, Referat für neue Instrumente und Programme der innovationsförderung des BMBF   © VDI/VDE-IT

Das Netzwerke über Landesgrenzen hinausgehen, wurde durch den Vortrag von Herrn Jürgen Wengel vom Referat für Neue Instrumente und Programme der Innovationsförderung des BMBF deutlich. Er informierte über die neue Richtlinie zur Förderung der "Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" im Rahmen der neuen Hightech-Strategie.

 

Carmen Heidecke-BMWi Carmen Heidecke, Leiterin des Referates ZIM im BMWi              © VDI/VDE-IT

In ihrem Schlusswort hob Carmen Heidecke, Referatsleiterin des ZIM die Aktualität und Bedeutung des diesjährigen Themas der Netzwerkjahrestagung im Rahmen des ZIM hervor. Sie bedankte sich bei allen Netzwerkmanagementeinrichtungen und Projektträgern für die sehr gute Zusammenarbeit und betonte, dass dieser Erfahrungsaustausch wichtig für die gemeinsame Arbeit ist.

Das ZIM wird oft als "Flaggschiff" der Innovationsförderung bezeichnet. Seit Start des Programms Mitte 2008 wurden für 30.000 Vorhaben Fördermittel in Höhe von über vier Mrd. Euro bewilligt. Mindestens der doppelte Betrag wurde von den Unternehmen selbst investiert.

Die Netzwerkjahrestagung wurde durch eine begleitende Ausstellung abgerundet. Sie bot den Teilnehmern zusätzliche Informationen über Förderprogramme, präsentiert durch die Förderberatung des Bundes, das RKW Kompetenzzentrum sowie go-cluster. Darüber hinaus stellten ausgewählte ZIM-Netzwerke konkrete Ergebnisse ihrer Netzwerkarbeit und den daraus resultierenden FuE-Projekten vor.

 

Video zur 14. ZIM-Netzwerkjahrestagung vom BMWi

Pressemitteilung des BMWi