Benutzerspezifische Werkzeuge

Bewilligungen 2017

Die folgenden ZIM-Kooperationsnetzwerke wurden im Jahr 2017 bewilligt.

Netzwerk: agroAMBIENTE

Netzwerkmanagement:

iBDC Leipzig GmbH, Leipzig

Das Netzwerk agroAMBIENTE verfolgt das Ziel, technische Lösungen für dezentrale, intelligent vernetzte und integrierte Wasserressourcen-Managementsysteme unter Einbeziehung regenerativer Energien und landwirtschaftlicher Abfallverwertung im Obst- und Weinbau zu entwickeln und durch Generierung optimierter, nachhaltiger Ressourcenkreisläufe einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu leisten. Als erster Zielmarkt für die genannten Entwicklungsaktivitäten wurde das Land Chile gewählt. Langfristig will sich das Netzwerk als strategischer Partner für technologische Innovationen in der Landwirtschaft, speziell im Obst- und Weinanbau, in Lateinamerika positionieren.

Netzwerk: farm4.net

Netzwerkmanagement:

Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH für Betriebswirtschaft, Ernährung und ökologischen Landbau, Luckenwalde

Die Nutztierhaltung und die Produktion von Lebensmitteln tierischen Ursprungs befinden sich im Spannungsfeld zwischen Kostendruck und steigenden Forderungen der Verbraucher. Zunehmend wird postuliert, dass moderne Haltungs- und Produktionsverfahren nicht mehr den gewünschten Vorstellungen von Verbraucher- und Tierschutz entsprechen. In der Kritik stehen insbesondere die durch landwirtschaftliche Nutztierhaltung verursachten Umweltbelastungen, Massentötungen im Gefolge von Seuchengeschehen, hoher Arzneimitteleinsatz sowie kontaminierte Futtermittel. Das Ziel von farm4.net ist daher die Objektivierung von Sachverhalten im Produktionsprozess und die Optimierung wesentlicher Prozesse und Produkte auf dieser objektiven Basis. Im Netzwerk farm4.net schließen sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowohl aus der Landwirtschaft und Veterinärmedizin als auch aus den Bereichen IKT, Elektro- und Landtechnik zusammen, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln, die eine sichere, nachhaltige und rentable Produktion tierischer Lebensmittel gewährleisten.

Netzwerk: Forst-Tec

Netzwerkmanagement:

EBF Dresden GmbH Forschung, Entwicklung, Erprobung, Dresden

Die Holz- und Forstwirtschaft in Deutschland ist zwar nachhaltig, durch die Fällung und dem Transport treten jedoch vermeidbare Schädigungen des Waldes auf. Beispielsweise entstehen beim Einsatz großer Holzerntemaschinen typischerweise Schäden am Baumbestand. Zudem können nicht alle Waldflächen mit Holzerntemaschinen bearbeitet werden, so dass manuelle Fällarbeiten notwendig sind. Auch existiert in den deutschen Wäldern ein großes Transportwegenetz, das instand gesetzt werden muss. Im Netzwerk sollen verschiedene Geräte und Assistenzsysteme für eine waldschonende, effiziente Holzernte, insbesondere in Mischwäldern entwickelt werden.

Netzwerk: UtBr

Netzwerkmanagement:

T+I Technologie- und InnovationsConsult GmbH, Berlin

Das Netzwerk verfolgt das Ziel der ökologischen, ökonomischen und nachhaltigen Rekultivierung belasteter Böden als Voraussetzung für die landwirtschaftliche Nutzung. Es sollen einerseits innovative Verfahren zur Rückgewinnung von Bergbaufolgelandschaften entwickelt werden, andererseits aber auch Verfahren und Technik zur Nutzung von Grenzstandorten der Landwirtschaft. Die Netzwerkpartner wollen weiterhin durch die konsequente Umsetzung des Kreislaufgedankens einen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und zur Reduzierung des Einsatzes von künstlichen Düngemitteln und Antibiotika leisten.

Netzwerk: SGT

Netzwerkmanagement:

Hessisches Telemedia Technologie Kompetenz-Center e.V., Darmstadt

Als "Serious Games" wird Software bezeichnet, die "ernsthafte" Ziele wie Bildung oder Gesundheit mit spielerischen Elementen verbindet. Das Ziel des Netzwerkes ist es, Technologien, Methoden und Konzepte zu identifizieren und weiterzuentwickeln, mit denen die Qualität und der Nutzen von Serious Games erhöht, die Effizienz bei deren Entwicklung verbessert sowie die Nutzerakzeptanz und Verbreitung gesteigert werden. Dazu sollen mehrere Entwicklungsschwerpunkte verfolgt werden, um Erstellung, Ablaufsteuerung und Auswertung von Anwendungen zu erleichtern. Darauf aufbauend werden ein Referenzmodell für Serious Games entwickelt und Best Practices zusammengestellt. Hiermit sollen zunächst die Anwendungsbereiche Bildung, Training und Gesundheit adressiert werden.

Netzwerk: SmartHealth

Netzwerkmanagement:

EurA AG, Ellwangen

Der zweite Gesundheitsmarkt umfasst alle privat finanzierten Gesundheitsleistungen und -produkte. Wurden in diesem Marktsegment im Jahr 2002 erst 24 Mrd. EUR umgesetzt, so ist der hier erzielte Umsatz bis zum Jahr 2016 bereits auf 111 Mrd. EUR angestiegen. Umsatztreiber sind insbesondere eHealth-Lösungen, bei denen Prävention, Monitoring und Behandlung durch neue IKT-Lösungen unterstützt werden. Ein wichtiger Trend ist hierbei u. a. die Nutzung von Ansätzen der Mensch-Technik-Interaktion, bei denen menschliche Handlungen maschinell erfasst und ausgewertet werden, um sie intelligent zu unterstützen. Die Partner des Smart Health-Netzwerkes möchten diese Trends aufgreifen, um gemeinschaftlich innovative Produkte an der Schnittstelle zwischen Medizintechnik, Mensch-Technik-Interaktion und IKT für die Diagnostik, Rehabilitation und Prävention zu entwickeln. Die Schwerpunkte sollen dabei in der intelligenten Prothetik und Orthetik, der körpernahen Elektronik zur Patientenassistenz sowie digitalen Technologien zur Prävention liegen.

Netzwerk: CopServ

Netzwerkmanagement:

ZENIT Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen GmbH, Mülheim an der Ruhr

Ziel des Netzwerkes ist die Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Anwendungen und Diensten auf Basis des satellitengestützten Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Hierzu sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus unterschiedlichen Bereichen wie Fernerkundung, Geoinformation, Sensortechnologien, Kommunikation, Big Data und Cloud-Services mit Anwenderbranchen wie Energie- und Wasserwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Bergbau sowie der öffentlichen Hand zusammengebracht werden. Neben den Satellitendaten sollen insbesondere auch die sogenannten In-Situ-Daten (von lokalen und regionalen Systemen) für die Umsetzung von Copernicus-Diensten wie Land- und Umweltüberwachung, Katastrophenschutz oder Sicherheitsmanagement nutzbar gemacht werden. Dies soll unter anderem durch die Entwicklung von Datenschnittstellen und Kommunikationstechnik, Sensorsystemen und -netzen, webbasierten Datendiensten und branchenspezifischen Anwendungslösungen erfolgen.

Netzwerk: RessourceTex

Netzwerkmanagement:

Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH, Chemnitz

Der Leichtbau ist eines der Kernentwicklungsthemen bei Automobilherstellern und deren Zulieferern, um u. a. die immer strengeren Abgasnormen einhalten zu können. Mit ihrem geringen spezifischen Gewicht und den hervorragenden mechanischen Eigenschaften besitzen faserverstärkte Kunststoffe ein besonders hohes Leichtbaupotenzial. Aufgrund der hohen Materialkosten und einem hohen Verschnitt im Verarbeitungsprozess werden faserverstärkte Kunststoffe bisher fast ausschließlich im Luftfahrtbereich und in Oberklassefahrzeugen sowie im Rennsport eingesetzt. Ein wirtschaftlicher Einsatz in Fahrzeugen von Volumenherstellern, z. B. VW, ist bisher kaum möglich. Das Netzwerk plant daher die Entwicklung von Technologien zur Herstellung von ressourceneffizienten textilen und faserbasierten Strukturen für faserverstärkte Kunststoffhalbzeuge. Ziel ist, Technologien zu entwickeln, die einen bezahlbaren Leichtbau mit Faser-Kunststoff-Verbunden im Großserieneinsatz ermöglichen.

Netzwerk: SmartQ

Netzwerkmanagement:

EurA AG, Ellwangen

Ziel des Netzwerks Smarte Quartiere ist es, die Teilbereiche im Quartiersbau und der Quartiersversorgung auf Basis von kreislauffähigen Produkten nachhaltiger und effizienter zu machen. Unter einem smarten Quartier versteht man ein Wohn- oder Gewerbegebiet, in dem nachhaltige bzw. gesunde Baumaterialien verarbeitet und zur Versorgung mit Strom, Wärme und Mobilität ausschließlich erneuerbare Energien eingesetzt werden. Dazu sollen Entwicklungen aus Cradle-to-Cradle-fähigen (Vision einer abfallfreien Wirtschaft) intelligenten Baumaterialien und -produkten für eine neue Generation von Wohn- und Gewerbequartieren entstehen. Diese neuen Lösungen sollen auf Basis CO2-neutraler Energieversorgung mit Sektor- Kopplungskonzepten des Strom-, Wärme-, Gas- und Mobilitätsnetzes zusammengeführt werden.

Netzwerk: AmbuCare

Netzwerkmanagement:

PromoTool Unternehmenssberatung, Dr. Thomas Rüsch, Berlin

Aufgrund des demographischen Wandels steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen kontinuierlich an. Dabei ist die ambulante Pflege nicht nur aufgrund der Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen der stationären Pflege überlegen, sondern auch aufgrund der Vorteile für den Patienten, wie Aufenthalt im sozialen Umfeld, Unterstützung der Selbstbestimmung, Berücksichtigung der Pflegebereitschaft von Angehörigen und Vermeidung der Belastungen eines langen Krankenhausaufenthaltes. Im Zuge dessen hat sich in den letzten 20 Jahren die außerklinische Intensivpflege etabliert. Trotz der genannten Vorteile, sind für eine patientenfokussierte Pflege, die gleichzeitig den Bedürfnissen der medizinisch und pflegerisch handelnden Akteuren und Angehörigen gerecht wird noch zahlreiche Herausforderungen zu überwinden. Insbesondere Versorgungsprobleme durch fehlendes Fachpersonal gilt es zu meistern. Das Netzwerk hat sich daher zum Ziel gesetzt, innovative und integrative Lösungen für die Diagnostik und Therapie sowie das Therapiemonitoring zu entwickeln und in die Routineanwendung zu überführen. Hierbei sollen aufgrund der Parallelen in der Betreuung auch die Bereiche Palliativmedizin und die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen betrachtet werden.

Netzwerk: Exopro.SH

Netzwerkmanagement:

KiWi, Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH, Kiel

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines interdisziplinären Prothesennetzwerkes für eine ganzheitliche Behandlung und Versorgung von Menschen, die von Amputation betroffen sind. Neben der Erhöhung der Nachsorgequalität soll das Netzwerk als Innovationsplattform dienen und neue Produkte und Dienstleistungen insbesondere im Bereich der Materialentwicklung und additiven Fertigung individueller Prothesenpassteile und orthopädischer Hilfsmittel hervorbringen. Die Zahl der in Deutschland infolge von Diabeteserkrankungen jedes Jahr notwendigen Amputationen ist mit 40.000 sehr hoch und wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Bisher ist es Betroffenen nach der Operation selbst überlassen, sich um ihre individuelle Nachsorge zu kümmern. Das Netzwerk will diese Versorgungslücke schließen und mit seinem Systemangebot zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Amputation werden.

Netzwerk: IntelliZell

Netzwerkmanagement:

R-Tech GmbH, Regensburg

Das Ziel des Netzwerks ist die Entwicklung und Anwendung von Smart Grid Technologien zur Netzstabilisierung auf Niederspannungsebene. Eine Verbesserung der Netzstabilität kann durch netzdienliches Verhalten von Erzeugern, wie z. B. Biogasanlagen, erfolgen, durch die geeignete Einbindung von Energiespeichersystemen, aber auch durch disruptive Ansätze wie beispielsweise Blockchaintechnologie, die die Steuerung von Energienetzen durch Smart Contracts ermöglichen soll. Daher werden in den Entwicklungslinien des Netzwerks Algorithmen zur Steuerung von Einspeisern und Energiespeichern innerhalb eines Teilnetzes entwickelt, die Lastspitzen verhindern bzw. auffangen. Zum anderen werden Smart Contracting Systeme für Microgrids geschaffen, innerhalb derer eine Teilautarkie entsteht, die ebenfalls eine Stabilisierung des Tellnetzes unterstützt. Zum Test neuer Systeme im Energienetz der Niederspannungsebene wird außerdem angestrebt, Simulationsumgebungen für Steuerungssyteme zu entwickeln.

Netzwerk: STRATUS

Netzwerkmanagement:

embeteco GmbH & Co. KG, Oldenburg

Das Ziel des Netzwerks besteht darin, Produkte, Algorithmen und Machine-Learning-Dienste zu entwickeln, die es ermöglichen, intelligente Arbeitssysteme zu schaffen. Dazu sollen moderne IKT-Technologien, insbesondere aus den Bereichen Big Data Analyse, Künstlicher Intelligenz und Maschinelles Lernen genutzt und entwickelt werden.

Netzwerk: F2NET

Netzwerkmanagement:

Universität Duisburg-Essen, Essen

Das Ziel des Netzwerkes ist die Entwicklung und Vermarktung von neuartigen "Funk-Faser-Netzwerken" für eine universelle Gebäudekommunikation und -vernetzung. Hierbei wird eine kleinteilige WLAN-Funkzellenstruktur auf Raumebene (sogenannte Femto-Zellen) mit einem dahinter liegenden Netzwerk aus günstigen Kunststoff-Lichtwellenleiterkabeln (POF - polymere optische Fasern) kombiniert. Gegenüber herkömmlicher strukturierter (Kupfer-) Verkabelung und zentraler WLAN-Technik können damit bei einfacher Installation und geringen Kosten noch leistungsfähigere IT- und Sensor-Netzwerke mit individuellen Nutzerdatenraten über 1 GBit/s realisiert werden. Anwendungen liegen sowohl in der gewerblichen Gebäudevernetzung (Bürogebäude, Hotels, Unternehmen, Wohnneubauten) als auch im privaten Umfeld (Heimvernetzung / -steuerung, Strom-Selbsterzeuger, selbstständiges Wohnen im Alter).

Netzwerk: INET

Netzwerkmanagement:

abc advanced biomass concepts GmbH, Köln

Enzymtechnische Prozesse bieten im Vergleich zu chemischen Prozessen den Vorteil, dass sie unter niedrigen Temperaturen und pH-Werten durchgeführt werden können. Zudem führt die biotechnologische Verfahrensweise zu einer Schadstoffreduktion bei In- und Outputströmen und es kann durch stereoselektive Synthesen die Produktion von unerwünschten Nebenprodukten minimiert werden. Das Innovationsnetzwerk Enzymtechnik (INET) unterstützt kleine und mittelständische Biotechnologie-Unternehmen und Forschungseinrichtungen beim Anschub von Innovationsvorhaben für die ein Marktbedarf in der Lebensmittel-, Chemie- und Recyclingindustrie, sowie im Bereich der erneuerbaren Energien besteht. Konkret werden im Netzwerk bio- und enzymtechnologische Verfahren und Prozesslösungen als Drop-In-Lösung für die industrielle Verwendung, sowie biotechnologische Ausgangsstoffe zur Verwendung in bestehenden konventionellen und biotechnologischen Prozessen entwickelt. Die im Laufe des Netzwerks entwickelten Produktionslinien sollen Lösungen für aktuelle und Zukunftsmärkte bieten und langfristig zusammen industriell realisiert werden.

Netzwerk: eKOMM

Netzwerkmanagement:

Verband Paneuropäischer Reisebusbahnhöfe e.V., Berlin

Die effiziente Umsetzung kommunaler Transportaufgaben hat eine hohe Priorität. Dies gilt in besonderem Maße für alle Aspekte, die umwelt- und energiepolitisch von Belang sind. Zu den Kernaufgaben von Kommunen und Gemeinden zählen die Abfallentsorgung, der Betrieb der Feuerwehr, die Straßenreinigung, der Winterdienst sowie die Grünanlagen- und Parkpflege. Im weiteren Sinne können hierzu auch Aufgaben gezählt werden, die der Behindertenbeförderung dienen sowie Krankentransporte aber auch Postdienste und ggf. Flughafenvorfeldverkehre. Daher sollen im Netzwerk Lösungen zur Elektromobilität und weitere emissionsreduzierende Maßnahmen erarbeitet werden, die die besonderen Anforderungen des kommunalen Transportwesens berücksichtigen. Dabei sollen die Besonderheiten des kommunalen Fuhrparks, wie z. B. zentrale Parkplätze, ausgenutzt werden.

Netzwerk: ProVeTechi

Netzwerkmanagement:

EurA AG, Ellwangen

Das Netzwerk ProVeTechi beabsichtigt, sich zu einem Kompetenzzentrum für den Einsatz neuer bzw. alternativer pflanzlicher Proteinquellen in hochwertigen Lebensmittelprodukten für unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln. Für den Einsatz von pflanzlichen Proteinen im Lebensmittelbereich sollen alternative Rohstoffquellen (z. B. Amarant, Tarwi, Nuna, Quinoa, Hiobsträne, Hanf, Kartoffeln, Kürbis, Mandel) erschlossen werden, die gegenüber den bisher im Fokus stehenden Proteinen (aus Soja, Lupinen und Getreiden, insbesondere Weizen) Vorteile aus ernährungsphysiologischer und technologisch-funktioneller Sicht aufweisen. Durch die Netzwerkpartner soll die komplette Wertschöpfungskette beginnend bei der Rohstoffauswahl und -charakterisierung, der Rohstofferzeugung über die verschiedenen Proteingewinnungs-, -aufbereitungs- sowie -analyse-Verfahren abgedeckt werden, um neue Produkte pflanzlicher Basis für eine gesunde Ernährung zu entwickeln.

Netzwerk: PulNet

Netzwerkmanagement:

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München

Das Ziel des Netzwerkes „PulNet - Netzwerk für pultrudierte Leichtbaustrukturen" besteht in der Weiterentwicklung des Fertigungsverfahrens Pultrusion hin zu einem der wirtschaftlichsten Herstellungsverfahren für unterschiedliche Profilgeometrien aus faserverstärkten Kunststoffen (FKV). Derzeit lassen sich mit diesem Verfahren nur gerade Profile serientauglich herstellen, weshalb es häufig als ein starres und unflexibles Fertigungsverfahren angesehen wird. Ein weiteres Problem bildet die derzeitige Unzugänglichkeit zu quantifizierbaren Produktions- und Forschungsergebnissen. Diese werden häufig als Firmen-Knowhow gesehen und nur selten publiziert. Als Folge dessen entwickelt nahezu jeder Pultrudeur projektangepasste Sonderlösungen. Die Vision des Netzwerks besteht darin, durch gezielte Vernetzung eine breite Wissensbasis aufzubauen und diese allen Netzwerkbeteiligten zugänglich zu machen. Geplant sind u. a. Entwicklungen von neuen Verfahrensvarianten, last- und anforderungsgerechten Faserpreforms und Matrix-Werkstoffen. Im Netzwerk wollen Unternehmen aus der Materialentwicklung und -herstellung, der Anlagen-, Werkzeug- und Produktentwicklung, Forschungseinrichtungen sowie Anwender gemeinsame Lösungen entwickeln.

Netzwerk: MoDiSeM

Netzwerkmanagement:

Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V., Berlin

Das Netzwerk widmet sich fünf Schwerpunkten im Bereich der Mobilität: Erweiterung des Einsatzes fahrerloser Transportsysteme im nichtöffentlichen bzw. halböffentlichen Raum, Entwicklung neuer mobiler automatischer Services für diese Räume, Forcierung der Schaffung von Infrastrukturen (elektrisches Aufladen, sichere Aufbewahrung, Kommunikation) für den Einsatz elektrisch betriebener Kleinstfahrzeuge sowohl im öffentlichen als auch nichtöffentlichen Raum, Automatisierung neuartiger Dienstleistungen mittels UAV (Unmanned Air Vehicles), insbesondere auch in Kooperation mit (terrestrischen) Fahrzeugen sowie Unterstützung der Mobilität von Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Dementsprechend interdisziplinär ist das Netzwerk zusammengesetzt.

Netzwerk: Graphen

Netzwerkmanagement:

Technische Hochschule Wildau, Wildau

Die Entdeckung von Graphen und weiteren nieder-/zweidimensionalen Halbleitermaterialien haben im vergangenen Jahrzehnt zu einem regen Forschungsinteresse in der Festkörperphysik geführt. Dies begründet sich vor allem durch die außergewöhnlichen optischen und elektronischen Eigenschaften dieser Materialien, welche neue Anwendungsfelder in der Mikro- und Nanoelektronik möglich erscheinen lassen. Obwohl zahlreiche neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung an diesen Materialien gewonnen werden konnten, sind praxisnahe Anwendungen nur vereinzelt zu verzeichnen und die Materialien konnten den an sie gestellten Erwartungen bisher nicht gerecht werden. Das Netzwerk verfolgt daher die Vision, Technologien zu entwickeln, die eine Überführung von Graphen, alternativen zweidimensionalen Schichtsystemen sowie kohlenstoffbasierten Funktionsschichten von der Forschung in die industrielle Anwendung ermöglichen. Hierbei stehen vor allem die Entwicklung industrietauglicher Herstellungs- und Wachstumsprozesse, der entsprechende Anlagenbau sowie Prozessanalytik zur Charakterisierung der Graphen-Schichten im Fokus der Netzwerkpartner.

Netzwerk: INEL

Netzwerkmanagement:

abc advanced biomass concepts GmbH, Köln

Im Innovationsnetzwerk Energiesysteme im ländlichen Raum (INEL) werden unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen im ländlichen Raum, wie zum Beispiel Siedlungsstrukturen, verfügbare landwirtschaftliche Biomassebezugsquellen und dem anwenderspezifischen Endenergiebedarf, neuartige Anlagen zur effizienten und klimaneutralen Strom- und Wärmeerzeugung entwickelt. Einerseits werden Verfahren zur energetischen Verwertung von biogenen Reststoffen und andererseits Lösungen zur Nutzung von Überschussstrom bzw. die Überführung von Überschussstrom in eine speicherfähige Form entwickelt. Die erarbeiteten Einzellösungen münden in übertragbare Gesamtsysteme, welche in Abhängigkeit der regionalen Voraussetzungen unterschiedliche Ausprägung haben. Darüber hinaus werden im Netzwerk Strategien zur Umsetzung erarbeitet. Hierbei soll das Netzwerk langfristig die komplette Wertschöpfungskette von der Planung über die Finanzierung, bis hin zum Anlagenbetrieb abbilden und somit als zentrale Schnittstelle zwischen der Kommune bzw. den ländlichen Anwendern und den Netzwerkpartnern dienen.

Netzwerk: NekoS

Netzwerkmanagement:

Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation GmbH, Magdeburg

Vision des Netzwerks NekoS ist es, die Potentiale der Digitalisierung auch in die Produktionsbereiche mit manuellen Arbeitsprozessen sowie in die Logistik und Instandhaltung zu überführen. Intention ist es, Methoden und Technologien zu schaffen, die es erlauben, Automatisierungstechnik, handgeführte Arbeitsmittel, Umgebungssensoren und menschliche Arbeit so zu koppeln, dass der Mensch eine sinnvolle Unterstützung (Assistenzfunktion) erhält. Im Netzwerk werden auf Basis von loT-Technologien intelligente, kooperative Systeme und Lösungen zur körperlichen, informationstechnischen und kognitiven Assistenz erforscht. Dazu sollen innovative praxistaugliche Produkte, Verfahren und technische Dienstleistungen entwickelt, erprobt und als neue Angebote am Markt etabliert werden.

Netzwerk: Additives Bauen

Netzwerkmanagement:

BERNHARD JÖCKEL, Darmstadt

Durch den steigenden Trend zur Individualisierung und Funktionalisierung von Konstruktionen in der Baubranche steigt die Nachfrage nach niedrigen Bauteilstückzahlen. Deren Herstellung ist jedoch mit den herkömmlichen Fertigungsverfahren (subtraktiv und formativ) nicht wirtschaftlich. Um dem entgegenzuwirken, plant das Netzwerk, neuartige Lösungen zur ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Herstellung dieser Bauteile mithilfe hochpräziser additiver Fertigung zu entwickeln. Es sollen Produkte und Verfahren für individuelle und architektonisch anspruchsvolle Bauelemente (z. B. Schrauben, Knotenpunkte und Fassadenelemente) geschaffen werden. Die geplanten Entwicklungen erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette im Bauwesen. Sie betreffen den ersten Entwurf, die statische Tragwerksplanung, die Konstruktion und die Fertigung der Bauteile sowie die dazugehörigen Materialien bzw. Materialkombinationen und die Montage. Im Netzwerk sollen Unternehmen aus der Tragwerksplanung, generativen Gestaltung, Verfahrens- und Montagetechnik, Materialentwicklung, Bauelemente- und Halbzeugherstellung sowie Forschungseinrichtungen gemeinsame Lösungen entwickeln.

Netzwerk: VetDx

Netzwerkmanagement:

Netzwerk Diagnostik Berlin-Brandenburg (DiagnostikNet-BB) e.V., Hennigsdorf

Allein in Deutschland werden über 33 Mio. Heimtiere gehalten. Da, wie auch beim Menschen, aufgrund des medizinischen Fortschritts die Lebenserwartung dieser Tiere kontinuierlich ansteigt, nimmt auch die Manifestation typischer Alterserkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz zu. Während es in der Humanmedizin jedoch breit angelegte Forschungsaktivitäten zu neuartigen oder kosteneffizienteren diagnostischen Lösungen gibt, bleibt das Potenzial innovativer bioanalytischer Ansätze für die Realisierung neuer Diagnostika in der Veterinärmedizin oft nur unzureichend genutzt. Entsprechend groß ist der Bedarf für neue diagnostische Entwick-lungen, die den steigenden Anforderungen und Fallzahlen in der Veterinärmedizin gerecht werden. Einen ähnlich hohen Bedarf für neue veterinärdiagnostische Lösungen gibt es zudem in der Nutztierhaltung, bei der nicht nur die Tiergesundheit sondern auch die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit der zur Lebensmittelproduktion vorgesehenen Tiere von entscheidender Bedeutung sind. Das Netzwerk hat sich daher zum Ziel gesetzt, veterinärdiagnostische Lösungen für neue Anwendungen zu entwickeln, die kurze Analyse- und Vorbereitungszeiten aufweisen und, insbesondere im Falle der Nutztierdiagnostik, vor Ort eingesetzt werden können.

Netzwerk: Morpheus

Netzwerkmanagement:

cc-NanoBioNet e.V., Saarbrücken

Pharmazeutische Entwicklungen sind sehr zeit- und kostenintensiv. So kostet die Entwicklung eines neuartigen pharmazeutischen Wirkstoffes vom Screening bis zur Zulassung ca. 1 Mrd. € und dauert etwa 10-12 Jahre. Hiervon entfallen 4 Jahre auf die präklinische Entwicklung (inklusive Wirkstoffaufbau), in der sowohl in vitro-Versuche als auch Tierversuche durchgeführt werden. Insbesondere für die Begleitung der Leitstrukturentwicklung von Wirkstoffen gibt es kaum valide in vitro-Modelle und in der präklinischen Studienphase darüber hinaus zu Tierversuchen bislang selten Alternativen. Das Netzwerk hat sich daher zum Ziel gesetzt, modellbasierte Werkzeuge zu entwickeln, mit denen sich die Effizienz pharmazeutischer Produktentwicklungen deutlich verbessern lässt. Die zu entwickelnden Modelle sollen sowohl für Wirkstoffentwicklungen als auch für die Entwicklung neuer Formulierungen für Wirkstoffe Anwendung finden.

Netzwerk: MOVIA

Netzwerkmanagement:

Verband der GeoInformationswirtschaft Berlin/Brandenburg (GEOkomm) e.V., Potsdam

Das Ziel des Netzwerks ist die Erforschung und Entwicklung von neuartigen Lösungen, Produkten und Anwendungen für eine nutzerfreundliche Navigation im Innen- und Außenbereich. Dies erfordert insbesondere eine möglichst nahtlose Kombination verschiedener, verkehrsträger-übergreifender Indoor- und Outdoor-Verfahren (multimodale Navigation). Damit soll vor allem auch den bisher wenig beachteten Fußgängern im öffentlichen und privaten Raum eine effiziente und barrierefreie Navigation ermöglicht sowie darauf aufbauend eine Vielzahl neuartiger und verbesserter Dienste realisiert werden. Hierbei stehen innovative Datenerfassungs- und Kartografierungsmethoden, Lokalisierungstechnologien und -algorithmen sowie vernetzte Infrastrukturen und Nutzerschnittstellen im Fokus. Anwendungs- und Vermarktungsmöglichkeiten existieren z. B. bei Straßen- und Gebäudenavigation, Logistik, Geomarketing sowie Verkehrs- und Mobilitätsdiensten.

Netzwerk: sub-Music

Netzwerkmanagement:

Musicon Valley e V., Markneukirchen

Ressourcenknappheit (z. B. bei Tropenhölzern) und die Verschärfung der Gesetzgebung zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS-Richtlinie der EU) zwingen die Instrumentenbauer zur Suche nach Ersatzstoffen. Nicht nur die Hersteller von Streich- und Zupfinstrumenten sind betroffen, sondern zunehmend auch die Blechblasinstrumentenbauer, da durch das Verbot von Blei und Chrom-VI die Korrosionseigenschaften der Instrumente ganz entscheidend beeinträchtigt werden. Echte Alternativen sind bisher nicht bekannt. Deshalb bilden Instrumentenbauer und Werkstoffspezialisten ein Netzwerk, um gemeinsam die Entwicklung von Materialalternativen und Technologien voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei die klanglichen Ansprüche, da Lösungen, die für technische Anwendungen durchaus Bestand haben, für Musikinstrumente völlig ungeeignet sein können.

Netzwerk: NetPhaSol

Netzwerkmanagement:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, Berlin

Die im Verband der forschenden Pharmaunternehmen organisierten Firmen wenden jährlich über 5 Mrd. € für Forschung und Entwicklung auf. Dennoch sind nur etwa die Hälfte aller neuzugelassenen Arzneimittel Eigenentwicklungen der jeweiligen Pharmaunternehmen. Die übrigen Arzneimittelentwicklungsprojekte werden von kleineren Pharmaunternehmen oder Forschungseinrichtungen übernommen, nachdem diese die präklinische Wirkstoffentwicklung erfolgreich abgeschlossen haben. Dies geschieht durch Auslizensierungen und z. T. auch durch Unternehmensübernahmen. Durch den hohen Kosten- (die Entwicklung eines neuartigen pharmazeutischen Wirkstoffes vom Screening bis zur Zulassung kostet ca. 1 Mrd. €) und Wettbewerbsdruck nimmt dieser Trend stetig zu. Dementsprechend groß ist der Bedarf für innovative präklinische Wirkstoffentwicklungen der mittelständischen Pharmabranche sowie methodische Innovationen, mit denen Wirkstoffentwicklungen unterstützt werden können. Das Netzwerk hat sich daher zum Ziel gesetzt, als Fullservice-Provider für die Pharmaindustrie das gesamte Leistungsspektrum der präklinischen Forschung und Entwicklung (Targetvalidierung, Screening, Wirkstoffaufbau, in vitro- und in vivo-Testung) anzubieten.

Netzwerk: INNO-Wash

Netzwerkmanagement:

Hygienia Service GmbH, Berlin

In Deutschland gibt es ca. 2.200 gewerbliche Wäschereien. Der Waschprozess ist medienintensiv, d. h. es werden erhebliche Mengen Wasser, Energie und Waschmittel benötigt. Auf den Wäschereien lastet ein hoher Kostendruck, was zu Übernahmen und Zusammenschlüssen in den letzten Jahren geführt hat. Daher sind Wäschereien bestrebt, ihre betrieblichen Abläufe zu optimieren und insbesondere die Kosten für Betriebsstoffe zu minimieren. Der Stand der Waschtechnik ist insgesamt weit fortgeschritten, deshalb können signifikante Wassereinsparungen nur noch durch den Einsatz von Wasserrecyclingsystemen gelingen. Das Netzwerk widmet sich den Themen Abwasserbehandlung und Kreislaufführung des Wassers sowie der Energie- und Abwärmenutzung aus Wasch- und Trocknungsprozessen. Außerdem widmet sich das Netzwerk der Entfernung von Mikroplastik aus Waschabwässern sowie der Phosporrückgewinnung.

Netzwerk: Bionischer Leichtbau

Netzwerkmanagement:

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken m.b.H., Ahaus

Das Netzwerk plant durch die Identifizierung optimaler biologischer Strukturen, wie der Baum-, Wölb-, Knochen- oder auch Wabenstruktur und deren wirksamer Mechanismen, die Übertragung und Nutzbarmachung auf den Leichtbau. Des Weiteren sollen während der Entwicklungen der Einsatz natürlicher Werkstoffe und deren Wiederverwertungsmöglichkeiten betrachtet werden. Damit soll eine weiterführende Gewichtsreduzierung im Leichtbau erreicht und die Vibrationsanfälligkeit reduziert werden um die Energie- und Materialeffizienz zu steigern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Das Ziel ist, mit Hilfe der Bionik vollständig neue Lösungsansätze im Leichtbau zu erschließen und Bionik in KMU zu implementieren und somit deren Wettbewerbsfähigkeit signifikant zu steigern. Konkret sollen im Bereich des Leichtbaus neue Produkte, Fertigungsverfahren und Dienstleistungen entwickelt werden. Es sollen zielführende Gewichtseinsparungen bei verschiedenen Produkten, wie Werkzeugmaschinen, Hubarbeitsbühnen und Robotersystemen, erreicht werden.

Netzwerk: SISEN

Netzwerkmanagement:

R-Tech GmbH, Regensburg

Das Ziel des Netzwerkes ist die Entwicklung von Industrie-4.0-tauglichen Hard- und Software-Lösungen, die bereits auf Geräteebene eine sichere Authentifikation und Kommunikation ermöglichen, sowohl innerhalb von industriellen Produktionsnetzwerken ("Digitale Fabrik") als auch zwischen unterschiedlichen, logisch und räumlich getrennten Standorten (z. B. für Fernwartungsaufgaben). Dies beinhaltet die Unterstützung sehr unterschiedlicher Geräte vom Sensor über Maschine bis zu ganzen Anlagen und erfordert zudem eine ebenso sichere Anbindung an die bestehende Unternehmens-IT. Hierdurch soll die Bedrohung durch Cyber-Angriffe auf Maschinen und Steuerungsanlagen reduziert werden, so dass auch kleine und mittelständische Unternehmen aus Produktion und Fertigung gefahrlos von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren können.

Netzwerk: agru Physics

Netzwerkmanagement:

Technologiezentrum Teltow GmbH, Teltow

Im Netzwerk schließen sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Lebensmittelproduktion zusammen, um entlang der Wertschöpfungskette zur Lebensmittelerzeugung schädliche Umwelteinträge zu vermeiden bzw.  zu reduzieren und Rohstoffe in geschlossenen Kreisläufen zu verwerten. Schwerpunktmäßig sollen Verfahren und Produkten zur Detektion, Analyse und zum Abbau von Schadgasen und Schadstoffen sowie zur nachhaltigen, umweltverträglichen Produktion von Nahrungs- und Genussmitteln entwickelt werden. Die Vision besteht in einem nachhaltigen Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen.

Netzwerk: Dachsicherheit

Netzwerkmanagement:

GEMIFO Gesellschaft für Mittelstandsförderung mbH, Großröhrsdorf

Dächer unterliegen starken thermischen und mechanischen Wechselbelastungen, die hauptsächlich durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden und ein großes Risiko für die Langzeitstabilität darstellen. Darüber hinaus ist ein Trend zu immer größeren Flachdächern im Industriebereich zu verzeichnen, was zusätzliche Anforderungen an die Entwässerung oder auch an die Durchführung von effektiven Wartungsarbeiten stellt. Das Netzwerk plant daher, Produkte und Verfahren zur Verbesserung der Sicherheit beim Bau und zur Instandhaltung von Dachkonstruktionen zu entwickeln. Dabei soll die gesamte Wertschöpfungskette, von der Risikodetektion bis zur eigentlichen Maßnahmenergreifung, betrachtet und in Produkte bzw. Dienstleistungen überführt werden. Die aktuellen Sicherheitsrisiken von Personen sollen zudem minimiert bzw. ausgeschaltet werden.

Netzwerk: Industrie 4.0

Netzwerkmanagement:

Organisationsmanagement Cornelius Kirchner, Bad Neustadt

Innerhalb der Maschinenbausparten dienen oberflächenbearbeitende Verfahren (z. B. Drucken, Ätzen, Fräsen, Galvanisieren) dazu, die hergestellten Bauteile zu reinigen, schützen, dekorieren, strukturieren oder funktionalisieren. Die Anforderung, immer individuellere Oberflächen für Materialien und Produktoberflächen anbieten zu müssen, erfordert neue Fertigungsverfahren zur Oberflächenbearbeitung und -strukturierung. Insbesondere die bisherige Oberflächenstrukturierung ist nicht mehr konkurrenzfähig, da sich die gesonderte Herstellung der entsprechend zusätzlich benötigten Strukturwerkzeuge (Schablonen, Druckwerkzeuge, Masken) bei geringen Stückzahlen nicht rentiert. Hier sollen neue Verfahren und entsprechende Maschinen entwickelt werden, welche eine variable und trotzdem rentable Oberflächenmodifizierung ab Losgröße 1 zulassen.

Netzwerk: HealthTEC 4.0

Netzwerkmanagement:

TGF - Technologie und Gründer-Förderungsgesellschaft Schmalkalden/Dermbach GmbH Südthüringen, Schmalkalden

Der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung in Thüringen wird bis zum Jahr 2060 um über 50 % ansteigen. Der Bundestrend ist vergleichbar. Da auf die Generation 65+ zudem etwa 75 % der Aufwendungen im Gesundheitswesen entfallen, wird der Kostendruck auf den Gesundheitssektor stark ansteigen. Um dennoch weiterhin eine hohe Qualität in der medizinischen Versorgung sicherstellen zu können ohne dass hierbei die Kosten für Patienten und Arbeitgeber außer Kontrolle geraten, sind Verbesserungen in der Effizienz der medizinischen und pflegerischen Versorgung notwendig. Im Netzwerk haben sich daher elf Unternehmen und drei Forschungseinrichtungen aus Südthüringen zusammengeschlossen, um Assistenzsysteme (telemedizinische Diagnosesysteme und OP-Assistenzsysteme) sowie Ausrüstungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen (Keimfreie Wasseraufbereitung, Operationsinstrumente) zu entwickeln, durch deren Anwendung die Versorgungsqualität kosteneffizient verbessert und gesichert werden kann.

Netzwerk: Lab-on-a-Chip

Netzwerkmanagement:

innos-Sperlich GmbH, Göttingen

Unter Lab-on-a-Chip-Ansätzen versteht man die Zusammenfassung mehrerer Analyseschritte der klassischen Laboranalytik auf einem Glas- oder Silikon-Chip. Somit werden ein hoher Automatisierungsgrad sowie eine weitgehende Parallelisierung vieler Analyseschritte erreicht. Analyseergebnisse könnten daher sehr schnell, relativ einfach, mit geringsten Mengen und ohne großen apparativen Aufwand erzielt werden. Zudem könnten Anwenderfehler durch automatisierte Workflows weitgehend vermieden werden. Trotz einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten stehen der Etablierung am Markt noch Hindernisse entgegen. Dazu zählen z.B. hoher Gesamtpreis, fehlende Komplett-Automation oder auch mangelnde Akzeptanz im Vergleich zur Standard-Laboranalytik. Ziel des Konsortiums ist daher die Entwicklung innovativer Lab-on-a-Chip (LoaC) Produkte, die diese Anwendungshemmnisse überwinden und deren erfolgreiche Etablierung am Markt.

Netzwerk: InQ

Netzwerkmanagement:

Steinbeis Beratungszentren GmbH, Stuttgart

Gebäude und Quartiere werden als Energieverbraucher aber auch gleichzeitig Energieproduzent immer stärker Teil des dezentralisierten Energieerzeugungs- und Energieversorgungssystems in einem Smart-Grid. Daher muss bereits in der Planung und im späteren Betrieb die Energiesteuerung im Gebäude und zwischen den einzelnen Gebäuden (Quartier) betrachtet werden. Hierbei spielt die Einbindung der Energiespeicher (Batterien) von Elektrofahrzeugen eine wesentliche Rolle. Die zuverlässige Bereitstellung der benötigten Energiemengen und eine stabile Lastregelung sollen durch komplexe Energieprognosemodelle und Echtzeitkommunikation ermöglicht werden.

Netzwerk: NeRZ

Netzwerkmanagement:

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH, Berlin

Server- und Rechenzentren nehmen in der deutschen Infrastruktur eine zentrale Rolle in Zeiten zunehmender Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ein. Jedoch ist der relative Anteil des Stromverbrauchs von Rechenzentren am Gesamtstromverbrauch in Deutschland mit ca. 2,2 % erheblich. Ein weiterhin zunehmender Energiebedarf in den kommenden Jahren wird erwartet und erscheint auf Grundlage des steigenden Bedarfs an IT-Dienstleistungen plausibel. Ein wesentlicher Anteil des Stromverbauchs in Rechenzentren betrifft die Kühlung der Hardware-Komponenten, auf denen ein Großteil der elektrischen Leistung in Wärme umgewandelt wird. Im Netzwerk sollen daher neue Lösungen entwickelt werden, die im Speziellen auf eine energieeffiziente Klimatisierung der Server, einer Abwärmenutzung in den Serverräumen und auf den Einsatz von regenerativen Energien fokussieren. Die Vision des Netzwerkes ist es, Deutschland als einen international anerkannten Standort für energieeffiziente und sichere Rechenzentren zu positionieren

Netzwerk: SubMat4Music

Netzwerkmanagement:

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Eberswalde

Der Musikinstrumentenbau ist ein sehr altes Handwerk. Die Bauweise von Instrumenten, die Holzartenauswahl oder die Bearbeitung des Holzes haben sich teilweise über Jahrhunderte nicht geändert. Europäische Nadelhölzer werden für Decken von Streich- und Zupfinstrumenten verwendet, Korpus und Zargen werden traditionell mit tropischen Harthölzern gefertigt. Die Neuregelungen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) erfassen seit einigen Jahren auch zahlreiche Hölzer, die beim Musikinstrumentenbau verwendet werden. Seit Beginn 2017 ist der Erwerb und Handel einer Reihe von Hölzern der Dalbergia-Arten (u.a. Palisander) und Ebenholz noch einmal stark eingeschränkt worden, so dass Instrumentenbauer dringend nach Substitutionsmaterialien suchen. Die Instrumentenbauer und die Tonholzproduzenten verfügen derzeit nicht über ausreichend Tropenholzersatzmaterialien, um den Mangel auszugleichen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt die Entwicklung und Herstellung von Substitutionsmaterialien voranzutreiben. Die Materialentwicklungen und der Vorrichtungsbau sollen direkt am Bedarf der Instrumentenbauer bzw. den Anforderungen von bestimmten Bauteilen ausgerichtet werden. Entsprechend der geplanten Anwendungsfelder sollen thermische, physikalische und chemische Prozesse erprobt und mit der Entwicklung geeigneter Technik angewendet werden, um heimische Hölzer für den Instrumentenbau zu ertüchtigen.

Netzwerk: KlarWasser

Netzwerkmanagement:

EurA AG, Ellwangen

Die Verfügbarkeit von sauberem Wasser ist weltweit von hoher Bedeutung. Durch Schadstoffeinträge aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft werden natürliche Wasserressourcen zunehmend belastet. Forschungsergebnisse zeigen, dass Substanzen mit hohen Wirkungspotentialen auch in geringen Konzentrationen sehr schädlich für aquatische Systeme sind. Sogenannte Mikroschadstoffe wie Arzneimittel, Pharmaka, Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle sowie diverse industriell genutzte Chemikalien werden nicht bzw. kaum durch existierende technische Barrieren (Kläranlagen, Trinkwasseraufbereitung) zurückgehalten, so dass diese Stoffe auch ins Trinkwasser gelangen können. In dem Netzwerk sollen daher technische Lösungen zur Entfernung von Spurenstoffen entwickelt werden, wobei zwei verschiedene Lösungsansätze bestehen: Einerseits sollen Lösungen zur Trinkwasseraufbereitung beim Verbraucher (z. B. private Haushalte) entwickelt werden, andererseits ist die Entwicklung von Produkten geplant, die bei Erzeugern (z. B. Krankenhäusern, Industrie, Gewerbe) installiert werden können.

Netzwerk: CEMTOP

Netzwerkmanagement:

TTI Technologietransfer- und Innovationsförderung Magdeburg GmbH, Magdeburg

Die weltweite Zementproduktion ist zwischen 2009 und 2016 um ca. ein Drittel, von 3.000 Mio. Tonnen auf etwas über 4.000 Mio. Tonnen gestiegen. Zementanlagen sind hochpreisige Investitionsgüter, deren Anschaffung nur lohnt, wenn von einer jahrzehntelangen Nutzung ausgegangen werden kann. Innerhalb der Nutzungsdauer schreitet die technische Entwicklung jedoch fort, so dass eine große Anzahl technisch veralteter Zementanlagen zu überholen ist. Hinzu kommt, dass auch in Schwellen- und Entwicklungsländern gesetzliche Regelungen in Kraft getreten sind, die eine Überholung der älteren Anlagen erforderlich macht. Die Erarbeitung von innovativen Lösungen in Teilbereichen des zementtechnischen Anlagenbaus und verwandter Anlagen ist deshalb dringend notwendig. Ziel des Netzwerkes ist es, mit einem interdisziplinären Team u. a. technische Lösungen für energieeffizientere und rohstoffschonendere Drehrohröfen, die Weiterentwicklung von Brennersystemen zur Minderung der CO-Last, die Entwicklung von alternativen Hochtemperaturbrennprozessen und die NOx-Minderung bei Verbrennungsprozessen zu generieren.

Netzwerk: BIOHYMED

Netzwerkmanagement:

BioRegio STERN Management GmbH, Stuttgart

Das Netzwerk widmet sich der Biologisierung der Medizintechnik. Durch die Verknüpfung der Biotechnologie mit der Medizintechnik sollen neuartige Produkte und Verfahren entwickelt werden, die mit einem rein medizintechnischen oder biologischen Ansatz allein nicht zu realisieren sind. Ziel ist die Entwicklung innovativer biohybrider Produkte und Verfahren in der Medizintechnik unter Einbeziehung neuer, verbesserter Assays, Geräte, Software sowie Verfahren für die in-vitro-Diagnostik und Analytik zur Personalisierung und Qualitätssicherung zum Nutzen des Patienten.

Netzwerk: ToGeTher

Netzwerkmanagement:

IVAM Service GmbH, Dortmund

Im Netzwerk ToGeTher sollen die Möglichkeiten von TOLAE (Thin, Organic and Large Area Electronics) im Gesundheitswesen für eine bessere Diagnostik und Therapie erarbeitet und daraus eigenständige Produkte und Dienstleistungen abgeleitet werden. Unter anderem sollen für die Anwendungsfelder Ambient Assisted Living (AAL) und die Point-of-Care-Diagnostik (PoC) Lösungen entwickelt werden. Hierfür soll TOLAE mit entsprechender Sensorik erweitert werden, um Produkte wie Smart-Textiles oder intelligente Wundverbände zu entwickeln. Neben der Erfassung von Sensordaten gehören auch die Entwicklung geeigneter Verfahren zur sicheren Datenweiterleitung und die Weiterverarbeitung der ermittelten Daten für diagnostische Zwecke zu den Zielen des Netzwerkes.

Netzwerk: KWK-Systeme

Netzwerkmanagement:

EurA Innovation GmbH, Zella-Mehlis

Ca. 30 % der Primärenergie in Deutschland wird in Gebäuden verbraucht. Im Zuge der Energiewende steht auch die Effizienzsteigerung bei der Energieerzeugung und -verteilung im Fokus. Der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird hierbei eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Obwohl Klein-KWK-Anlagen zur dezentralen Wärmeerzeugung gegenüber konventioneller Brennwerttechnik Vorteile zeigen, existieren jedoch auch Nachteile, die eine weitgehende Marktdurchdringung bisher verhindern. Insbesondere fehlen Lösungen zur intelligenten und energieeffizienten Integration in bestehende Energiesystem-Infrastrukturen. Hierfür sollen in dem geplanten Netzwerk technische Lösungen entwickelt werden. Ansätze bestehen u. a. in der Entwicklung eines integralen Konzepts zur intelligenten Kombination mehrerer Klein-KWK-Anlagen und anderer Gebäudesysteme (z. B. Fassadensysteme) zu einer Quartierslösung, der Effizienzsteigerung einzelner KWK-Anlagen durch prädikative Regelung, der Kombination von KWK-Anlagen mit Energiespeichern und der Entwicklung einer einheitlichen Kommunikationsschnittstelle.